02.08.26 –
Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen Gelnhausen setzt sich für eine konsequente kommunale Energiewende ein und beantragt in der kommenden Stadtverordnetenversammlung gemeinsam mit der Fraktion Bürger für Gelnhausen die Installation von Photovoltaikanlagen auf den Dach- und Parkplatzflächen des städtischen Freibads. Durch die Errichtung von Solarcarports kann die bereits versiegelte Parkfläche optimal genutzt werden, um den CO2-Ausstoß zu senken und die Betriebskosten der öffentlichen Einrichtung langfristig zu reduzieren. Der durch die PV-Anlage gewonnene Strom soll primär für das Bad und darüber hinaus zur Unterstützung der lokalen Energieversorgung im angrenzenden Wohngebiet Nippel genutzt werden.
Julia Beiderlinden, Fraktionsmitglied und Mitglied im Bau- und Umweltausschuss, betont die ökologische Notwendigkeit: „Es ist alternativlos, bereits vorhandene versiegelte Flächen zu priorisieren, anstatt neue Naturräume zu beanspruchen. Mit den Solarcarports schaffen wir eine echte Win-Win-Situation: Wir produzieren sauberen Strom und bieten unseren Badegästen gleichzeitig einen wertvollen Mehrwert durch beschattete und kühlere Parkmöglichkeiten. Lademöglichkeiten für E-Autos nicht ausgeschlossen. Unser Motto: Wenn schon versiegelt, dann wenigstens für regenerativen Strom!“
Fraktionsvorsitzende Annika Streit hebt zudem die soziale und regionale Dimension des Antrags hervor. „Die Energiewende muss bürgernah gestaltet werden. Bei der Planung sollen regionale Energiegenossenschaften explizit mit einbezogen werden. So fördern wir lokale Wertschöpfung und ermöglichen es den Menschen vor Ort, aktiv an der energetischen Unabhängigkeit unserer Stadt teilzuhaben“, so Streit.
Die Grünen fordern den Magistrat auf, geeignete Flächen zeitnah zu identifizieren, Betreibermodelle zu evaluieren und eine entsprechende Ausschreibung so bald wie möglich zu starten. Ziel ist es, die Anlagen bis Mai 2027 in Betrieb zu nehmen, sodass sie pünktlich zur nächsten Badesaison ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten können.
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